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Datum:05.10.2021 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 5 Min.

Blähungen: Ursachen, Risiken, Behandlung

15 bis 18 Liter Gase produziert unser Darm jeden Tag. Gase, die sich Luft verschaffen müssen. Dass sich unsere Hintertür dafür öffnet, ist ganz normal. Was aber, wenn aus dem lauen Lüftchen ein Feuerwerk wird? Wie Blähungen entstehen und was wir gegen sie tun können.

Pupsen ist menschlich. Bis zu zehn- bis 20-mal am Tag lassen wir unter normalen Umständen die Luft raus. Der Rest der produzierten Gase im Körper gelangt in die Blutlaufbahn und wird über die Lunge ausgeatmet. „Wenn dieses Maß deutlich überschritten wird, dann sprechen wir von Blähungen“, erklärt Dr. Sandra Weber, Beraterin für Darmgesundheit und Ernährung. Entscheidend sei auch der Geruch: „Stinkt ein Pups, dann ist im wahrsten Sinne etwas faul.“

Wie entstehen Blähungen?

Gase bilden sich in unserem Magen-Darm-Trakt, denn hier wird die Nahrung aufgespalten. Ein normaler Verdauungsprozess, der ins Stocken geraten kann. „Die Ursachen für eine mangelhafte Verdauung und daraus entstehende Blähungen sind vielfältig“, sagt Dr. Weber. Häufig seien es im Dünndarm unvollständig verdaute Rückstände, die in den Dickdarm gelangen und dort eine Angriffsfläche für Gärungsbakterien bieten. Ebenso können Lebensmittelunverträglichkeiten dazu führen, dass etwa Milch- oder Fruchtzucker nicht richtig zersetzt wird.

Was kann man gegen Blähungen tun?

„Oft beginnt die Problematik im Mund, wenn das Essen nicht gründlich gekaut und zu hastig gegessen wird.“ Im Speichel befinden sich wichtige Verdauungsenzyme, die ausreichend mit der Nahrung vermischt werden müssen, um die Arbeit des Magen-Darm-Trakts zu erleichtern. Und auch unsere Psyche hat bei Blähungen ein Wörtchen mitzureden. „Gehirn und Darm hängen eng miteinander zusammen, Stress und emotionale Belastungen können daher eine stillstehende Verdauung und schmerzhafte Krämpfe verursachen“, macht Dr. Weber deutlich. Menschen mit Reizdarmsyndrom neigen außerdem zu verstärkter Gasbildung. Wichtig sei es daher, Stresssituationen zu meiden, sich ausgewogen mit unbelasteten und leicht verträglichen, ballaststoffreichen Lebensmitteln zu ernähren sowie genügend körperliche Bewegung in Form von täglichen Spaziergängen oder Sport in den Alltag zu integrieren – für weniger Blähungen und ein besseres Lebensgefühl.

Welche Hausmittel helfen bei Blähungen?

Was tun, wenn das Pupsen einfach nicht aufhört? Hausmittel können Wunder wirken: Dr. Sandra Weber empfiehlt Tees aus Fenchelsamen, Ingwer oder Pfefferminze für eine beruhigende Wirkung. Auch sanfte Bauchmassagen und Wärme können Krämpfe lockern. Und wer zu den Schnellessern zählt, der „sollte vor dem Essen einen Moment innehalten, sich für 1–3 Minuten auf die eigene Atmung konzentrieren und mit Entspannung und Achtsamkeit üben, langsamer zu essen!“

Ernährungstipps bei Blähungen

Was können Sie bedenkenlos essen – und was sollten Sie besser meiden, um Blähungen aus dem Weg zu gehen? Unsere Ernährungsberatung hilft Ihnen, den richtigen Speiseplan für ein beschwerdefreies Leben aufzustellen. Mehr Informationen unter heimat-krankenkasse.de/ernaehrungsberatung.

Dr. med. dent. Sandra Weber
Zahnärztin und Gesundheitsberaterin für Darmgesundheit und Ernährung

Dr. med. dent. Sandra Weber

Von Dr. med. dent. Sandra Weber

Dr. med. dent. Sandra Weber ist Zahnärztin und Gesundheitsberaterin für Darmgesundheit und Ernährung. 

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