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Datum:28.01.2020 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 8 Min.

Oh nein, nicht schon wieder Blasenentzündung

Starkes Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Unterleibsschmerzen – typische Symptome einer Blasenentzündung. Frauen trifft es besonders oft, manche von ihnen immer wieder. Warum ist das so? Und wie können wir uns davor schützen?

Nur wenige Zentimeter machen den Unterschied: Während die Harnröhre bei Frauen etwa vier Zentimeter lang ist, weist sie bei Männern bis zu 20 Zentimeter auf. Weil der Harnröhrenausgang bei Frauen näher am After liegt, gelangen Darmkeime zur Scheide und haften sich an die Schleimhaut der Blase. Eine Entzündung entsteht. Escherichia Coli heißt der Darmkeim, der drei Viertel aller Erkrankungen auslöst.

Abwarten und Tee trinken

Was also tun, wenn’s brennt? Laut Studien der Medizinischen Hochschule Hannover sind Antibiotika bei einer unkomplizierten Blasenentzündung nicht erforderlich. Stattdessen gilt vor allem eins: viel trinken, mindestens zwei Liter am Tag. Am besten Wasser oder Kräutertees. Hier eignen sich beispielsweise Mischungen aus Brennnesseln oder Birkenblättern, die es als fertige Nieren- und Blasentees in der Apotheke zu kaufen gibt. Auch die gute alte Wärmflasche oder das Körnerkissen verschaffen Linderung, weil sie den Unterleib warm halten und die Muskulatur der Blase entspannen.

Ab wann zum Arzt?

Falls die Symptome mehr als drei Tage andauern, Blut im Urin ist oder Fieber dazukommt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen – denn dann ist eine Einnahme von Antibiotika nötig. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann es passieren, dass die Erreger über die Harnleiter aufsteigen und die Nieren befallen. Im schlimmsten Fall führt dies zu bleibenden Nierenschäden. Bestimmte Risikogruppen sollten direkt einen Arzt aufsuchen: Dazu gehören Schwangere, Kinder und alle, die unter wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden, zuckerkrank sind oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen. Selbiges gilt für Männer: Da Harnwegsinfekte bei ihnen vergleichsweise selten auftreten, könnte eine Entzündung der Prostata die eigentliche Ursache für ihre Beschwerden sein.

Die Blasenentzündung als lästiger Begleiter

Wer regelmäßig mit Harnwegsinfekten zu tun hat, sollte ärztlich abklären lassen, ob eine bestimmte Ursache dahintersteckt. So können zum Beispiel eine Harnröhrenverengung oder Harnsteine zu einem Harnstau führen. Auch Blasenfunktionsstörungen, zum Beispiel bei Nervenerkrankungen, können die Ursache sein.

Einfluss der Hormone

In der Schwangerschaft und während der Wechseljahre sind Frauen besonders anfällig für Blasenentzündungen. Denn durch die hormonelle Veränderung kann sich auch die Vaginalflora verändern. Dies gilt auch für die Einnahme der Pille. Die Wechseljahre bringen zudem noch einen weiteren Risikofaktor mit sich: Durch das Absinken des Östrogenspiegels wird das Gewebepolster um die Harnröhre schwächer – und damit die Barriere für Krankheitserreger geringer. Sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten, empfiehlt es sich, einen Frauenarzt zurate zu ziehen.

Risikofaktor Sex

Schon mal von einer „Honeymoon-Zystitis“ gehört? Diese Art der Blasenentzündung tritt vor allem in sexuell aktiven Zeiten wie den Flitterwochen auf, da der Intimbereich dann besonders beansprucht wird. Schuld sind körpereigene Darmbakterien, die beim Geschlechtsverkehr in die falsche Richtung gelangen – und die Harnröhre hinaufwandern können. Auch ein neuer Partner stellt ein erhöhtes Risiko dar, da die Bakterien des Mannes für die Intimflora der Frau noch neu und ungewohnt sind. Das Immunsystem braucht Zeit, um sich an sie zu gewöhnen.

Schon gewusst? 4 Tipps zur Vorbeugung

Auf die Wäsche kommt es an

Fast jede Frau hat sie im Schrank: Stringtangas. Doch so nett das kleine Stückchen Stoff auch aussieht – es erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte. Anders als normale Slips haben String-Tangas ständigen Kontakt zum After, wodurch sie verstärkt Keime von dort aufnehmen und durch die natürliche Körperbewegung nach vorne in Richtung Scheide verteilen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Slips aus Baumwolle, die bei 60 Grad waschbar sind.

Hilfe aus der Natur

Als hilfreiches Mittel zur Vorbeugung bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten hat sich D-Mannose erwiesen. Dieser natürliche Zucker blockiert das Anhaften von Bakterien an der Blasenschleimhaut. Die Keime werden beim nächsten Wasserlassen einfach hinausgespült. Dadurch können erneute Infektionen vermieden werden. Manche Menschen reagieren aber mit leichten Verdauungsstörungen auf den Einfachzucker. Eine mögliche Einnahme von D-Mannose sollte im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Intimhygiene - bloß nicht übertreiben!

Der Schambereich sollte am besten einmal täglich mit warmem Wasser und ohne Seife gewaschen werden. Eine falsche Pflege – zum Beispiel mit herkömmlichen Duschgelen oder Intimsprays – zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Vagina. Nur wenn dieser intakt ist, kann er Bakterien und Pilze abwehren.

„Honeymoon-Zystitis“? Nein Danke!

Um Blasenentzündungen vorzubeugen, raten Ärzte zum sofortigen Toilettengang nach dem Liebesspiel. Das ist vielleicht nicht ganz so romantisch, doch durch das Wasserlassen können eventuelle Bakterien direkt ausgeschwemmt werden. Bei einer bereits bestehenden Blasenentzündung sollten Frauen übrigens so lange auf Sex verzichten, bis diese komplett ausgeheilt ist.

 

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