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Datum:05.10.2020 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 6 Min.

Tabuthema Erektionsstörungen

Impotenz, erektile Dysfunktion, Erektionsstörungen: Begriffe, die Mann nicht gerne hört – und die doch ein verbreitetes Krankheitsbild beim Namen nennen. Verweigert das männliche Geschlechtsorgan über einen längeren Zeitraum den Dienst, stellen sich Frust und Unsicherheit ein. Was dahintersteckt und wie Mann seine Potenz zurückerlangt.

Mann kennt es: Eine sexuelle Fantasie im Kopf, intime Zweisamkeit im Bett oder die Berührung an der richtigen Stelle – und schon steht er bereit, der Penis. Zwischen den Beinen bildet er ein komplexes System aus Nerven, Blutgefäßen und Schwellkörpern, die ihn wachsen lassen.

„Wenn bestimmte Nervenimpulse zum Penis gelangen, fließt dort Blut hinein“, erklärt Prof. Dr. Frank Sommer. „Das Blut wird beim gesunden Mann dann gut gehalten und es kommt zu einer festen Erektion.“ So weit, so gut. Doch was, wenn das männliche Geschlechtsorgan einfach nicht mehr aufrecht stehen will? Der Professor für Männergesundheit behandelt Patienten, deren Erektion ins Stocken gerät, weiß um die Reaktionen im Körper und um die Häufigkeit des tabuisierten Krankheitsbildes.

Jeder fünfte Mann betroffen

Jeder fünfte Mann zwischen dem 20. und 80. Lebensjahr leidet in Deutschland an einer Erektionsstörung. „Davon sprechen wir, wenn ein Mann seine Erektion nicht konstant aufrechterhalten kann und der Penis diese Schwäche über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten zeigt“, sagt Prof. Dr. Sommer.

Die Ursachen für einen blockierten Sexualapparat können ganz unterschiedlich sein, etwa eine mangelnde Durchblutung, veränderte Nervengeflechte im Beckenboden oder hormonelle Störungen.

Nicht immer aber liegen nur organische Gründe vor, denn eine Erektion ist vor allem eines: Kopfsache. „Wenn die Probleme eher temporär auftreten, sind sie in der Regel psychischer Natur und äußern sich durch Stress im Privat- oder Berufsleben oder depressive Verstimmungen.“

Fitte Männer können bis ins hohe Alter spontane Erektionen aufbauen und ihre Sexualität in vollen Zügen genießen.

Impotenz sei fast immer eine Mischform aus körperlichen und psychischen Beschwerden. Die gute Nachricht: Beidem kann durch eigenes Engagement effektiv vorgebeugt werden. Sich ausreichend zu bewegen, ausgewogen zu ernähren und auf Drogen und Nikotin zu verzichten, halte die Sexualität ebenso gesund wie eine geistige Ausgeglichenheit, sagt Prof. Dr. Sommer. „Fitte Männer können bis ins hohe Alter spontane Erektionen aufbauen und ihre Sexualität in vollen Zügen genießen.“

Standfest in jedem Alter

Welchen Stellenwert eine ausgewogene Lebensweise im fortgeschrittenen Alter einnimmt, das zeigt auch eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit: Finden sich unter Männern zwischen 20 und 30 Jahren gerade einmal 2,4 Prozent mit Erektionsstörungen, sind es zwischen 50 und 60 Jahren schon 25 Prozent. „Das liegt häufig daran, dass sich weitere Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes, eine Zunahme des Bauchumfanges oder sonstige organische Störungen entwickelt haben, welche die Sexualfunktionen beeinträchtigen“, erklärt Prof. Dr. Sommer.

Sobald der Grund für eine erektile Dysfunktion erkannt wurde, gelte es, sie in einer gezielten Behandlung abzubauen. Je nach Krankheitsverlauf eignen sich dafür therapeutische Verfahren, individuelle Trainingsprogramme oder verschriebene Medikamente.

Zurück zu alter Stärke

Die Dunkelziffer unbehandelter Erektionsstörungen ist groß. Viele Männer schämen sich. Sie gehen mit ihren Problemen nicht offen um und hoffen, dass sich ihr Glied über kurz oder lang von selbst wieder aufrappelt.

Dabei ist die Sache für Prof. Dr. Sommer eindeutig: „Je später man die Ursachen aufarbeitet, desto schwieriger und langwieriger ist der Weg zur Besserung.“ Nur wenn Mann sich an einen Arzt wende, könnten das Krankheitsbild und andere organische Folgen für den Körper festgestellt werden.

Denn werden die Penisgefäße medizinisch untersucht, ließen sich auch Risiken eines Herzinfarkts, Schlaganfalls oder einer Erblindung frühzeitig erkennen. Das schafft Klarheit – und bietet gute Chancen, das Problem zwischen den Beinen wieder in den Griff zu bekommen.

Prof. Frank Sommer

Prof. Frank Sommer ist Universitätsprofessor für Männergesundheit in Hamburg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit.

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