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Datum:02.08.2021 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 3 Min.

Tabuthema Scheidenpilz – wenn es brennt im Schritt

Die menschliche Haut ist alles andere als steril. Auf ihrer Oberfläche tummeln sich Milliarden für unsere Augen unsichtbare Mikroorganismen, die wichtige gesundheitliche Aufgaben übernehmen. Manchmal aber ist das feine Zusammenspiel der Haut gestört und es kommt zu einer Infektion. Eine der häufigsten ist der Scheidenpilz.

„Etwa 75 Prozent der Frauen haben mindestens einmal in ihrem Leben einen Scheidenpilz“, sagt Professor Peter Mallmann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Köln. Meist steckt der Hefepilz Candida albicans hinter den typischen Symptomen wie Juckreiz, Brennen und Ausfluss.

Was sind die Ursachen von Scheidenpilz?

Wann aber kommt es zu einem Pilzbefall der Scheide? Eine Infektion könne viele Ursachen haben, erklärt Professor Mallmann. Häufig seien Antibiotika-Therapien schuld. Weil das Antibiotikum die Bakterien dezimiert, gibt es mehr Pilze als Bakterien auf der Haut – und ein Ungleichgewicht entsteht. Auch übertriebene Intimhygiene kann die natürliche Hautflora stören, weil säurehaltige Seifen und Duschgels den Nährboden für Pilze bereiten.

Eine weitere Ursache ist die Übertragung durch den Partner. Männer sind oft mit Fußpilz infiziert, der dann über benutzte Handtücher oder Geschlechtsverkehr auf die Frau übergeht.

Wie kann man Scheidenpilz-Infektionen vorbeugen?

Um Infektionen vorzubeugen, rät der Experte, den Intimbereich ein- bis zweimal täglich mit warmem Wasser oder pH-neutralen Produkten zu waschen. Auch atmungsaktive Kleidung und Unterwäsche machen es dem Pilz schwer, sich auszubreiten, weil sich so Wärme und Feuchtigkeit im Intimbereich nicht stauen.

Wie wird man Scheidenpilz wieder los?

Und wer sich doch einen Scheidenpilz eingefangen hat, kann ihn meist mit einfachen Mitteln wieder loswerden. Joghurt empfiehlt sich entgegen einigen Gerüchten nicht, weil er viele Bakterien enthält, die der Scheidenflora schaden können.

Professor Mallmann rät zu einer Kombination von einer Anti-Pilz-Creme und Tabletten, die frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich sind. Durch die hohe Wirkstoffkonzentration verschwinde die Infektion meist nach wenigen Tagen.

Erst, wenn Anti-Pilz-Medikamente zweimal keinen Erfolg gezeigt haben, sollte man zum Arzt gehen, weil dann andere Grunderkrankungen ursächlich sein können.

Eine Mitbehandlung des Partners ist nur nötig, wenn er selbst unter Beschwerden wie Ausfluss leidet.

Professor Peter Mallmann

Von Prof. Peter Mallmann

Prof. Peter Mallmann ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Köln.

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