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Datum:12.02.2021 - Kategorie:Im Fokus
Lesedauer:ca. 10 Min.

Warum bin ich so müde?

Für Müdigkeit kann es verschiedene Ursachen geben

Müde? Das sind wir alle hin und wieder. Meist ist zu wenig Schlaf die Ursache. Was aber, wenn es uns immer so geht – obwohl wir genug schlafen? Wenn wir uns andauernd erschöpft fühlen und gar nicht mehr richtig wach werden? Was hinter anhaltender Müdigkeit stecken kann.

Vielleicht kennen Sie das: Sie lagen acht Stunden im Bett. Sie haben tief und fest geschlafen, ohne sich in den Laken hin und her zu wälzen. Eigentlich müssten Sie sich erholt und ausgeruht fühlen. Tun Sie aber nicht. Sie können sich morgens kaum aus dem Bett aufraffen und auf der Arbeit brauchen Sie mehr Kaffee, als Ihnen lieb ist, um in die Gänge zu kommen. Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) zufolge leiden etwa 31 Prozent der Deutschen manchmal oder häufig unter Ermüdungserscheinungen. Und das hat nicht selten andere Gründe als zu wenig Schlaf, denn die Ursachen für Müdigkeit sind so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst.

Körperliche Erkrankungen

Krankheiten machen müde. Greifen Viren oder Bakterien den Körper an oder treten Funktionsstörungen an Organen auf, setzt der Körper Abwehrkräfte ein. Dieser kräftezehrende Prozess sowie das geschwächte Immunsystem fordern und erschöpfen den Körper und lösen Müdigkeit aus. Die Ursachen können herkömmliche Infektionen wie Erkältungen und Grippen sein, aber auch chronische Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion, Schlafapnoe, Diabetes, Blutarmut, Herzrhythmusstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen an den Nieren sowie der Leber und zu niedriger oder zu hoher Blutdruck. 

Psychische Erkrankungen

Antriebslos, niedergeschlagen – und müde. Für Menschen mit Depressionen oder Angststörungen gehen diese Symptome oft einher. Betroffene fühlen sich oft „zu müde fürs Leben“: Sie schaffen es nicht, sich zu alltäglichen Dingen aufzurappeln und verlieren das Interesse an sozialen Beziehungen und an Bewegung. Aber auch extreme berufliche oder private Ausnahmesituationen können lähmende Müdigkeit nach sich ziehen. Zu diesen seelischen Erkrankungen gehören unter anderem das Burn-Out-Syndrom, Bulimie, unbewältigte Traumata, Trauer- oder Verlustgefühle.

Bewegungsmangel

Falls Sie keine Erklärung für Ihre ständige Müdigkeit finden, hilft es eventuell, Ihre körperlichen Aktivitäten unter die Lupe zu nehmen. Zwar empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO, 10.000 Schritte täglich zu gehen – viele von uns aber kommen auf nicht mal 2.000. Die Folgen: Aufgrund des dauerhaften Bewegungsmangels schläft der Stoffwechsel im wahrsten Sinne des Wortes ein. Sport oder moderate Aktivitäten von einer Stunde am Tag wie Fahrradfahren und Spazierengehen hingegen bringen uns in Schwung, machen munter und halten fit. 

Winterblues

Alles ist Grau in Grau. Es ist kalt, regnet und die Sonnenstunden lassen sich an einer Hand abzählen. Die dunklen Monate schlagen vielen Menschen aufs Gemüt. Kein Wunder: Denn bekommt der Körper zu wenig Licht, schüttet er vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus. Wer es in der kalten Jahreszeit schafft, täglich eine Stunde bei Tageslicht spazieren zu gehen, bekommt auch an trüben Tagen genug Licht. Wenn das nicht der Fall ist, kann eine professionelle Tageslichtlampe helfen. Das Kunstlicht hält die Melatoninproduktion in Grenzen, vertreibt den Winterblues – und hellt obendrein die Stimmung auf. 

Eisenmangel

Blass, müde, unkonzentriert: Mehr als jeder Vierte in Deutschland leidet unter Eisenmangel. Besonders häufig davon betroffen sind junge Frauen, weil mit den Menstruationsblutungen auch Eisen ausgeschieden wird. Ebenso leiden Vegetarier und Veganer häufig unter einem Mangel, weil Fleisch ein bedeutender Lieferant des Spurenelements ist. Da unser Körper aber Eisen benötigt, um Blut zu bilden und Sauerstoff zu transportieren, sollte man die Aufnahme konstant hochhalten. Das funktioniert über eisenreiche Speisen wie Vollkornprodukte, Pilze, Nüsse, Hülsenfrüchte und Nahrungsergänzungsmittel.

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Fühlen wir uns gestresst, schüttet der Körper Adrenalin aus. Der Botenstoff wiederum versetzt den Organismus in Alarmbereitschaft, woraufhin dieser einen Großteil seiner Energien verbraucht. Problematisch wird es bei dauerhaftem Stress: Dann kann der Körper seine Kraftreserven nicht wieder auftanken – und das Resultat ist andauernde Müdigkeit. In solchen Fällen spricht man von einem chronischen Erschöpfungssyndrom, auch als Fatigue-Syndrom bekannt. Diese komplexe Krankheit kann zudem als Begleiterscheinung chronischer Erkrankungen wie Krebs, Rheuma oder Aids auftreten.

Flüssigkeitsmangel

Wir brauchen Wasser zum Leben: Der menschliche Körper besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser. Umso wichtiger ist es, den Organismus mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Scheiden wir nämlich mehr Flüssigkeit aus, als wir zu uns nehmen, kann der Körper wichtigen Funktionen nicht mehr richtig nachkommen. Die Folgen: Die Durchblutung verschlechtert sich, der Blutdruck sinkt und das Gehirn bekommt nicht genügend Sauerstoff. Experten empfehlen gesunden Menschen daher, mindestens 1,5 Liter täglich zu trinken, am besten in Form von Wasser, Saftschorlen und ungesüßten Tees.

Wann sollte man zum Arzt?

Sie sind ständig müde? Nicht nur nach einer Nacht mit zu wenig Schlaf oder einer stressigen Phase? Wenn Sie sich über Wochen oder sogar Monate hinweg ungewöhnlich müde fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt insbesondere dann, wenn weitere Symptome dazukommen und auf eine Erkrankung hindeuten. 

5 Tipps gegen Müdigkeit

  • Regelmäßig bewegen: treiben Sie Sport, gehen Sie spazieren oder fahren Sie Fahrrad; manchmal reicht es auch schon, in der Mittagspause eine Treppe hinaufzusteigen oder ein paar Gymnastikübungen zu machen, um das Gehirn anzuregen
  • Kaltes Wasser: eine kalte Dusche oder einige Spritzer kaltes Wasser in Gesicht helfen zumindest für kurze Zeit, wach zu werden
  • Der Powernap: kurzer Schlaf, der nicht länger als 20 Minuten dauern muss, wirkt erholsam und stärkt die Leistungsfähigkeit
  • Gesund und ausgewogen ernähren und genug trinken: viel frisches Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sowie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag beugen Müdigkeit vor
  • Entspannungstechniken lernen: Yoga, Meditation und andere entspannende Techniken helfen, Stress zu reduzieren

Wussten Sie schon? Auch die Wahl der Lebensmittel kann darüber entscheiden, ob wir uns müde fühlen. Welche Lebensmittel uns träge und antriebslos machen, lesen Sie in diesem Artikel.


 

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