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Datum:07.02.2020 - Kategorie:Im Fokus
Lesedauer:ca. 8 Min.

Faszination Immunsystem

Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Abgeschlagenheit und schmerzende Glieder: Atemwegsinfekte, Erkältung und Grippe sind auch in diesem Winter wieder auf dem Vormarsch. 
Jedes Jahr haben Millionen Menschen mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen, vor allem im Herbst und Winter. Abhilfe bringt nur ein starkes Immunsystem – aber was ist das eigentlich und wie lassen sich die eigenen Abwehrkräfte stärken? 

Ausgeklügelt und im Dauereinsatz: Unser Immunsystem

Rund um die Uhr versuchen unterschiedliche Schadstoffe und Krankheiterreger wie Viren, Pilze, Bakterien oder Parasiten, in unseren Körper einzudringen und diesen zu schädigen. Allerdings fast immer vergeblich, denn unser Immunsystem arbeitet so effektiv, dass Infektionen oft unbemerkt vorüberziehen.

Wenn die äußeren Schutzfunktionen wie Haut, Schleimhäute, Nasenhaare, Flimmerhärchen der Bronchien oder Magensäure als physikalische bzw. chemische Barrieren nicht ausreichen, kommen innere Abwehrmechanismen zum Einsatz. Als angeborene Körperabwehr kümmern sich dann Fresszellen, Killerzellen und verschiedene Eiweiße um die Eindringlinge: Alles, was als köperfremd und potenziell schädlich erkannt wird, wird von den Körperzellen umschlossen und nach und nach abgebaut.

Zu diesen Abwehrmaßnahmen zählen auch Entzündungsvorgänge und Fieber, um das Wachstum der Erreger zu stoppen. Zusätzlich kann unser Körper eine spezifische, „intelligente“ Abwehr aktivieren. Es werden passgenaue Antikörper gegen bestimmte Eindringlinge gebildet, mit denen der Körper bestens gewappnet ist: Die Immunabwehr bleibt in Lauerstellung und kann beim nächsten Angriff dieser Keime schneller und effektiver reagieren.

Bei manchen Erregern braucht unser Immunsystem mehr Zeit und Kraft, um sie auszuschalten. Dieser Prozess ist für uns direkt spürbar, und wir leiden in dieser Phase z. B. unter Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Fieber. Doch so lästig das auch ist: Diese Symptome sind Teil des Abwehrsystems und essentiell, um unseren Körper von schädlichen Eindringlingen zu befreien. Sie zeigen uns, dass das System aktiv ist und zum Schutz unseres Körpers arbeitet.

Unser größtes Immunorgan: der Darm!

Unser Immunsystem durchzieht den ganzen Körper wie ein großes Netz und wird in ein organbezogenes und ein Haut- bzw. Schleimhaut-assoziiertes Immunsystem unterschieden. Gemeinsamer Ursprung und Quelle aller Abwehrzellen ist das Knochenmark. Die hier gebildeten weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) durchlaufen unterschiedliche Spezialisierungen und werden an bzw. in verschiedenen Orten und Organen des Körpers für ihren Einsatz gespeichert.

Der Hauptsitz unseres Immunsystems ist der Darm: Hier sind 80% aller Abwehrzellen zu finden, denn mit einer Gesamtfläche von etwa 400m2 hat die Darmschleimhaut den intensivsten Kontakt zur Außenwelt. Sie stellt eine wesentliche Barriere für Viren und Bakterien dar, die ins Blut gelangen und sich im ganzen Körper ausbreiten wollen.

Darüber hinaus kontrolliert und regelt die Darmschleimhaut auch alle anderen Schleimhautsysteme des Körpers, wie z. B. das der Atemwege – vorausgesetzt, sie ist intakt: Dauerhaft falsche Ernährung, Schad- und Giftstoffe, Medikamente und Stress  können den Darm in seiner Funktion erheblich schwächen. Als Folge kommt es daher nicht nur zu Verdauungsstörungen, sondern auch zu Erkrankungen anderer Schleimhäute oder einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Die Immunabwehr stärken? Am besten ganzheitlich!

Unser Immunsystem ist zudem kein isoliertes System, sondern arbeitet z. B. eng mit dem Hormon- und Nervensystem des Körpers zusammen. Wer also sein Immunsystem gegen Erkältung, Bronchitis, Grippe & Co. stärken will, sollte sich nicht nur auf die Pflege der Atemwege beschränken: Viel wichtiger ist es, den Darm zu stärken! Darum ist eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise elementar, um akute Infekte zu überwinden und sich nachhaltig gegen neue zu wappnen.

Starke Tipps für ein starkes Immunsystem:

  • Gesunde Ernährung für den Darm: ausgewogen mit frischen Lebensmitteln, viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen.
  • Vitamin C: steckt zu hohen Anteilen z. B. in Zitrusfrüchten, vielen Kohlsorten, Paprika, schwarzer Johannisbeere, Sanddorn und Hagebutte.
  • Die Schleimhäute stärken mit Vitamin A, z. B. aus Karotten, Spinat, Fisch und Milchprodukten.
  • Zusatzpower durch Zink, z. B. in Linsen, Nüssen, Krabben, Tofu und magerem Fleisch.
  • Handhygiene: Der Kontakt mit den Händen ist einer der häufigsten Übertragungswege für Viren - deshalb regelmäßig Hände waschen.
  • Aktiver Schleimhautschutz: Viel trinken und regelmäßig (Stoß-)Lüften, damit Schleimhäute nicht austrocknen und das Ansteckungsrisiko sinkt.
  • Gifte vermeiden: Rauchen Sie nicht und trinken Sie Alkohol nur in Maßen. Sonst haben die Erreger leichtes Spiel, wenn die Atemwege belastet sind und der Körper viele Vitamine und Mineralstoffe für den Abbau von Alkohol verbraucht.
  • Aktiv werden: Treiben Sie regelmäßig Sport und bleiben Sie in Bewegung.
  • Ab nach draußen: Ein Spaziergang an der frischen Luft fördert die Durchblutung und versorgt den Körper mit frischem Sauerstoff.
  • Entstressen Sie sich: Schützen Sie Ihren Körper und entspannen Sie aktiv – durch Meditation, Psychohygiene, bewusster Kreativzeit, Abschalten von Handy und Laptop.
  • Ausreichend Schlafen: Schlaf und Erholung regenerieren das Immunsystem und geben Kraft.
     

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