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Datum:10.11.2019 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 7 Min.

Diabetes – was ist das eigentlich?

Es beginnt meist mit extremem Durst: Man trinkt und trinkt, manchmal fünf bis sechs Liter am Tag. Man fühlt sich schlapp und müde, und aus unerfindlichen Gründen verliert man Gewicht. Symptome, die auf einen Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, hinweisen. Wer diese bei sich feststellt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Dieser ermittelt per Schnelltest den Blutzuckerwert. Werden nüchtern am Morgen über 126 mg/Deziliter Blut gemessen, liegt ein Diabetes vor. 

Das passiert im Körper

Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der die Verarbeitung von Zucker im Körper gestört ist. Die Zellen können die Zuckermoleküle nicht so gut aufnehmen, sodass sie im Blutkreislauf bleiben. Normalerweise dient Zucker als Energielieferant für die Zellen. Im Verdauungstrakt wird er aus der Nahrung umgewandelt und in den Blutbahnen zu den Zellen transportiert. Doch die Glukosemoleküle können nicht von allein in die Zellen gelangen. Hierzu benötigen sie quasi als Türöffner das Hormon Insulin. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und dockt an speziellen Rezeptoren der Zelle an, dadurch öffnet es die Zellwand für die Glukose.

Wenn dieser Mechanismus gestört ist, bleibt der Zucker im Blutkreislauf. Dort führt er mit der Zeit zu Durchblutungsstörungen der Gefäße, und es kann zu Augenschäden, Nierenproblemen sowie Herz- und Gefäßerkrankungen kommen, den gefürchteten Langzeit-Begleiterscheinungen der Zuckerkrankheit.

Die beiden Diabetes-Typen

Wenn von einer Volkskrankheit die Rede ist, so ist der sogenannte Typ-2-Diabetes gemeint. Von ihm sind rund 90 Prozent der Erkrankten betroffen. Weitere fünf Prozent entfallen auf den Typ 1, der Rest auf Fälle von Schwangerschaftsdiabetes. Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann. Diese Erkrankung beginnt meist schon in jungen Jahren, weshalb sie auch »jugendlicher Diabetes« genannt wird.

Beim Typ-2-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse genug Insulin, doch die Zellen sind unempfindlich dafür. Das Insulin kann nicht andocken. Früher sprach man beim Typ-2-Diabetes von »Altersdiabetes«. Doch der Begriff ist überholt. Auch immer mehr junge Menschen erhalten die Diagnose Typ-2-Diabetes.

Diabetes in Zahlen

  • 90 Prozent der Betroffenen leiden an Diabetes Typ 2.
  • 2,1 Prozent der Menschen in Deutschland wissen nach Zahlen des Bundes-Gesundheitssurveys nicht, dass sie von Diabetes betroffen sind.

Behandlungsmethoden von Diabetes

Diabetes muss ärztlich behandelt werden. Anfangs wird Typ-2-Diabetes mit Tabletten behandelt, nach Jahren muss meist Insulin verabreicht werden. Letzteres ist beim Typ 1 immer notwendig. Prof. Maximilian Spraul, Chefarzt der Diabetologie am Mathias-Spital in Rheine: »Mit Diabetes kann man heutzutage relativ gut leben. Man muss bei der Gabe von Insulin aber regelmäßig den Blutzuckerspiegel messen.« Patienten mit einer gut eingestellten Zuckerkrankheit können (fast) normal damit leben und müssen oft auch nicht jede Kalorie zählen.

Die Risikofaktoren

Risikofaktoren für den Typ 2 sind neben einer familiären Vorbelastung vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel. »Wenn man weiß, dass Diabetes in der Familie vorkommt, sollte man sich regelmäßig sportlich betätigen und schlank bleiben«, rät Prof. Spraul. Selbst ein bereits ausgebrochener Diabetes Typ 2 lässt sich durch eine gesündere Lebensweise günstig beeinflussen, in manchen Fällen sogar aufhalten.

Prof. Spraul: »Wenn Patienten, bei denen mit 30 oder 40 Jahren Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird, ihren Lebensstil ändern und gesundheitsbewusst leben, können sie ihren Diabetes wieder zum Verschwinden bringen. Für eine ganze Weile.« Das klingt zwar ernüchternd, weil die Krankheit doch irgendwann ausbricht, doch jedes Jahr ohne Diabetes ist ein Gewinn an Lebensqualität. 

Diabetes vorbeugen

Ernährung

Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes. Betroffene sollten darum mindestens fünf Prozent Körpergewicht abbauen und ihre Ernährung umstellen: mehr Ballaststoffe, Obst und Gemüse, weniger Zucker und Fett. Höchstens ein Drittel der täglichen Kalorienmenge sollte aus Fetten bestehen.

Bewegung

Muskeln verbrauchen selbst im Ruhezustand Energie. Wer sich ausreichend bewegt, tut schon viel für die Gewichtskontrolle und kurbelt ganz nebenbei den Zuckerverbrauch an. In der Woche sollte man sich mindestens vier Stunden bewegen, idealerweise täglich mindestens eine halbe Stunde zügig gehen, Rad fahren, Schwimmen oder Joggen. 

Schwangerschaftsdiabetes

Etwa vier Prozent der Schwangeren in Deutschland bekommen einen Schwangerschaftsdiabetes. Er muss behandelt werden, um Folgeschäden für Mutter und Kind zu verhindern. Wichtig auch hier: eine gesunde Ernährung.

 

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