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Datum:07.02.2020 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 4 Min.

Männer und ihre Gesundheit

Welch herrliche Szene, wenn die resolute Partnerin ihrem mit Husten und Schnupfen ans Bett gefesselten Mann unbeeindruckt einen Erkältungssaft zuwirft, während er ob seines ernsten Gesundheitszustandes wehleidig seine Mutter hinzuziehen möchte…Webseiten, Videos und Werbefilme über „Männergrippe“ erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, Gelächter und Schadenfreude sind groß. Aber ist das fair? Stellen sich die Männer wirklich nur an, oder leidet das starke Geschlecht tatsächlich mehr als Frauen?

Männer in der Hormonfalle?

In der Tat reagieren Männer anders auf Krankheitserreger als Frauen. Das hängt unter anderem mit ihrem Hormonhaushalt zusammen: Das weibliche Sexualhormon Östrogen regt das Immunsystem an, während das männliche Pendant Testosteron das Gegenteil bewirkt. Daher reagiert das Immunsystem von Frauen schneller und aggressiver auf Viren und Bakterien als das von Männern. Dies ist unter anderem auf die zusätzliche Schutzfunktion für den un- oder neugeborenen Nachwuchs der potenziellen Mütter zurückzuführen. Hinzu kommt: Je höher der Testosteron-Spiegel, desto stärker wird das männliche Immunsystem geschwächt – „echte Kerle“ trifft es also noch härter.

Allerdings ist die erhöhte Anfälligkeit von Männern nicht allein mit dem Hormonhaushalt erklärbar. Hier spielen weitere Faktoren wie Verhalten und Umwelt eine wesentliche Rolle. So leben Männer in der Regel immer noch risikoreicher – man denke zum Beispiel an Extremsportarten sowie schnelle Autos und Motorräder, aber auch an „Banalitäten“ wie regelmäßiges Impfen, die Verwendung von Sonnencreme oder das Händewaschen nach dem Toilettengang. Männer ernähren sich insgesamt ungesünder und suchen einen Arzt möglichst nur im Notfall auf: Gesundheitsvorsorge hat keinen  hohen Stellenwert, zumal die meisten Männer ihren eigenen Gesundheitszustand falsch einschätzen.

Wissen allein reicht nicht: Man(n) sollte auch handeln

Aktuelle Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung belegen, dass immerhin 75 Prozent der Männer in Deutschland über die Vorsorgeangebote der Krankenkassen informiert sind – regelmäßig in Anspruch nimmt diese aber nicht einmal die Hälfte. Das ist umso erstaunlicher, da die Wahrnehmung der Präventionsangebote häufig im Rahmen von Bonusprogrammen zusätzlich belohnt wird.

Die viel zitierte „Männerangst vor dem Arzt“ spielt ebenfalls eine Rolle, da Vorsorge und Früherkennung in erster Linie mit Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. Dabei gibt es zahlreiche Beschwerden und Befunde, die sich unbehandelt zu anderen, ernsthaften Krankheitsbildern entwickeln können – beispielsweise zu Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems oder Diabetes. Unser Tipp: Lassen Sie regelmäßig einen Gesundheits-Check bei Ihrem Hausarzt durchführen,  Ihr Auto wird schließlich auch alle zwei Jahre vom TÜV überprüft …!

Männer könnten also viel mehr für sich und ihre Gesundheit tun, um frühzeitig Risiken zu erkennen und mit bewusster Lebensweise gegenzusteuern.

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