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Datum:05.06.2019 - Kategorie:Fitness
Lesedauer:ca. 6 Min.

Disc Golf: Der große Wurf

Golfen ohne Schläger und ohne Löcher? Mit einer Frisbeescheibe? Das wollten wir uns genauer anschauen. Unser Redakteur hat die Trendsportart Discgolf ausprobiert – und versucht, das Runde ins Kettige zu bringen.

Nein, mit dem Frisbeewerfen früher auf dem Schulhof hat das heute nicht viel zu tun. Das wird mir spätestens klar, als ich die neongelbe Disc in meiner Hand halte und auf die Bahn blicke: Stolze 30 Meter trennen mich von meinem Ziel, das mitten auf der Wiese aus dem Boden sprießt und mich an einen Basketballkorb erinnert. Nur mit Eisenketten statt eines Netzes. Diesen Metallkorb soll ich also treffen? Mich beschleichen Zweifel. Ich drücke die Fingerspitzen meiner rechten Hand unter den Rand, nehme ein paar Schritte Anlauf und schleudere die Scheibe von mir weg. Wusch! Mit einem irren Tempo zischt die Scheibe durch die Luft. Zuerst nimmt die Disc sogar eine schöne Flugbahn, dann aber, nach gut 20 Metern, driftet sie nach links ab und stürzt ins Gebüsch. Bruchlandung! Dabei habe ich doch meine ganze Kraft in den Wurf gelegt.

 

Auf die Technik kommt es an

„Es kommt beim Werfen nicht auf die Kraft, sondern auf die Technik an“, erklärt mir Johann Höptner. Seine Leidenschaft fürs Discgolfen hat der Bielefelder vor etwa drei Jahren entdeckt. Heute lässt er auf offiziellen Turnieren die Scheiben fliegen und leitet die Discgolf-Abteilung beim TuS Ost Bielefeld. Er weiß also, wie man den ganz großen Wurf landet, denke ich mir. Mit der Scheibe vor der Brust bewegt er sich drei Schritte vorwärts und beugt sich leicht in die Knie. Dann dreht er seinen Oberkörper, zieht den Wurfarm weit zurück und streckt ihn ruckartig wieder aus, bevor das Halbrund aus seiner Hand gleitet. Nahezu lautlos saust die Disc in einer kleinen Kurve über die Wiese in Richtung Korb. Erst die Metallketten bremsen sie aus. Volltreffer! Und das aus 30 Metern. Ich bin beeindruckt. „Der Trick ist, die Scheibe nicht selbst loszulassen, sondern so viel Schwung nach vorne zu entwickeln, dass sie sich selbst aus deinen Fingern reißt“, erzählt Johann.

 

Die gleichen Regeln wie beim Golf

Discgolf? Discgolf! Obwohl der Sport schon in den späten 70er-Jahren den Sprung über den großen Teich schaffte, fristete er bei uns lange Zeit ein Schattendasein. Inzwischen aber gibt es in Deutschland eine treue Fanschar, die dem Deutschen Frisbeesport-Verband zufolge aus mehreren Tausend Spielern besteht. Bei dem Spiel gelten die gleichen Regeln wie beim Golf. Die Anlagen bestehen aus neun bis 18 in der Landschaft verteilten Körben, wobei die Länge der Bahnen bei 40 bis 250 Metern liegt. Sieger ist, wer die Disc mit den wenigsten Versuchen im Korb unterbringt. Dabei wird immer von dem Punkt aus weitergeworfen, an dem sie zuvor gelandet ist. Besonders heikel wird es, wenn Bäume, Büsche oder Gewässer den Weg versperren. Dann sind Nervenstärke, taktisches Geschick und ganz viel Fingerspitzengefühl gefragt.

 

Ein Sport für jedes Alter

Gekonnt umspielt Johann alle Hindernisse, bis er sich wenige Meter vorm Korb befindet – und die Scheibe souverän versenkt. „Discgolf ist ein Sport für jede Generation, vom Grundschulkind bis zum Senior. Der Spielspaß, die Bewegung in der freien Natur und das soziale Miteinander geben dem Sport einen ganz besonderen Charme“, schwärmt er. Weil kein spezielles Vorkönnen nötig und die Technik schnell zu verstehen ist, wollen Anfänger die Scheibe oft schon nach wenigen Würfen nicht mehr aus der Hand geben. „Der Suchtfaktor ist sehr hoch“, lacht Johann.

Ich visiere mein Ziel an: 60 Meter über die Wiese, genau zwischen zwei Bäumen hindurch, soll die Scheibe fliegen. Johann rät mir, rechts neben den Korb zu zielen, weil die Disc durch ihre Drehung nach links kippt – und siehe da: Es klappt. Zwei Würfe später landet die Scheibe mit einem lauten Scheppern in den Ketten des Korbes. Was für ein schönes Geräusch!
 

Sie wollen sehen, wie sich unser Redakteur beim Discgolf angestellt hat? Wir haben den Selbstversuch mit der Videokamera begleitet.
 

Disc Golf – Trendsport im Test

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