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Datum:02.09.2020 - Kategorie:Im Fokus
Lesedauer:ca. 8 Min.

Warum wir träumen

Träume können faszinierend sein: Sie können schön sein und beispielsweise vom Fliegen wie ein Vogel oder vom Genuss eines leckeren Kuchens handeln. Aber es gibt auch Albträume, in denen man vielleicht verfolgt oder bedroht wird und möglicherweise schweißgebadet aufwacht. Fast jeder dürfte sich schon mal die Frage gestellt haben: Warum träumen wir? Und hat die Handlung überhaupt etwas zu bedeuten?

Wir träumen, weil wir unseren Gefühlen, Gedanken und Handlungen, tagsüber zu wenig Beachtung geschenkt haben.

„Wir träumen, weil wir unseren Gefühlen, Gedanken und Handlungen, die uns belasten oder die wir uns wünschen, tagsüber zu wenig Beachtung geschenkt haben“, erklärt Psychologin Heide Nullmeyer. Sie hat sich intensiv mit dem Träumen beschäftigt und sich in Zusammenarbeit mit Traumtherapeutin Ortrud Grön auf diesem Gebiet fortgebildet. „Manchmal decken Träume auch Lebensthemen auf, die wir oft jahrelang verdrängt haben.“ Nach ihrer Lehrmeisterin Grön seien Träume Aufforderungen, uns mit den innersten Bedürfnissen auseinanderzusetzen und aufrichtig mit uns in Kontakt zu kommen.

Welche Funktionen haben Träume? 

„Sie spiegeln das frisch Erlebte wider, während das Gehirn diese Erlebnisse zusätzlich damit abgleicht, was im Gedächtnis gespeichert ist.“ Unter Experten existieren mehrere Theorien, warum träumen für unsere Gesundheit wichtig ist: Beispielsweise die Idee vom „Aufräumen“ des Gehirns, um uns wieder auf neue Dinge fokussieren zu können. Oder die Idee von der Bearbeitung von Dingen, die uns beschäftigen, um möglicherweise „im Schlaf“ eine Lösung dafür zu finden. Ortrud Grön hat in ihrer Forschungsarbeit herausgearbeitet, dass alle Traumszenen einer Nacht im Dialog stehen, logisch verknüpft sind und den gleichen Konflikt ansprechen. Die erste Bildfolge schildere das Problem, weitere Szenen setzen sich mit der Lösung auseinander, lieferten manchmal auch eine Bestätigung. „Träume antworten fast immer auf eine Situation am Vortag“, erläutert Heide Nullmeyer.

Geträumt werde am häufigsten in den so genannten REM-Phasen des Schlafes. REM steht für „Rapid Eye Movement“ und bezeichnet die Zeit, in der die Augäpfel hinter den geschlossenen Lidern rollen und zucken. Das weise auf verstärkte Hirnaktivität hin. Doch was kann man tun, wenn man nicht gerade von einem schönen Kuchen, sondern von beängstigenden Ereignissen träumt, die einen möglicherweise sogar um einen erholsamen Schlaf bringen?

Was tun gegen Albträume?

Damit es zu dieser Art von schlaflosen Nächten gar nicht erst kommt, sollten im Wachzustand für belastende Situationen Lösungen gesucht werden. Am besten im „echten Leben“ mit wahren Auseinandersetzungen. Ist das nicht möglich, hat die Psychologin einen Tipp: „Um einen Verfolger im Albtraum loszuwerden, könnte der Träumer vor dem Einschlafen visualisieren, nicht mehr wegzulaufen, sondern sich dem Widersacher entgegenzustellen und ihn mit einer Frage zu konfrontieren. Oder aber sich die Macht verleihen, den Angreifer wegzuzaubern.“ Denn im Traum ist ja bekanntlich alles möglich. Als eine weitere Möglichkeit führt sie an, die erwünschte Situation zu malen und damit im Gedächtnis zu verankern.

Aber nicht immer geht es um Probleme und Konflikte. Oft wache man auch mit einem Traumbild auf, das einen fröhlich auf den Tag einstimme. Zum Beispiel ein blühender Garten, ein Vogelflug mit augebreiteten Flügeln oder der besagte köstliche Kuchen. Das seien „Bilder, die zeigen, wie gut es Ihnen im Moment geht“. Doch manchmal geraten auch diese schönen Dinge in Vergessenheit. Wir wissen zwar, dass wir etwas geträumt haben, aber nicht mehr, worum es sich dabei handelte.

Traumerinnerung ist trainierbar

Wer sich besser an seine Träume erinnern möchte, könne beispielsweise ein Traumtagebuch führen. „Wer regelmäßig nach dem Aufwachen seine Träume aufschreibt, fördert enorm das Traumgedächtnis.“ Denn sobald das Tagesbewusstsein einsetzte, und sei es nur während des Gangs zur Toilette, entfliehen die Bilder. 

In so einem Traumtagebuch könnte man auch über das persönlich Erlebte hinaus Unterschiede erkennen: Während Frauen in ihren Träumen häufiger von zwischenmenschlichen Konflikten und Emotionen heimgesucht würden, träumten Männer häufiger aggressive Szenen, in denen Waffen oder Kriegshandlungen vorkommen. Und öfter von Sex. Aber ganz egal, worum sich der Traum drehte,  man sollte sich auf jeden Fall mit ihm auseinandersetzen.

Denn wer die nächtlichen Bilder verstehen lerne, für den könnten sie zur Quelle der Selbsterkenntnis und zum Anstoß für Veränderung werden. „Für mich sind Träume Helfer , uns immer mehr auf die Spur zu kommen und glücklich zu werden“, resümiert Heide Nullmeyer.

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