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Datum:09.02.2019 - Kategorie:Gesundheit
Lesedauer:ca. 6 Min.

Fieber: Das große Glühen

Für uns ist Fieber meist eine unerwünschte Nebenerscheinung bei Erkältung oder Grippe. Für unser Immunsystem hingegen kann es ein Segen sein. Weshalb wir Fieber bekommen, was dabei im Körper passiert und warum wir es nicht zu früh unterdrücken sollten.

"Oh, du hast ja Fieber!" – das ist ein Satz, den sicher viele von uns aus ihrer Kindheit kennen. Einher ging er mit einem sorgenvollen Blick der Eltern und einer kühlen Hand, die einem auf die Stirn gelegt wurde. Doch eine erhöhte Körpertemperatur ist nicht per se etwas Negatives, vielmehr handelt es sich dabei um eine Schutzreaktion des Körpers: Sobald Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren unseren Körper befallen, setzt dieser alles auf Verteidigung. Das Immunsystem sendet die Botenstoffe Interleukin 1 und Interleukin 6 aus, welche im Gehirn den Fieberprozess auslösen. Denn wenn der Körper stark erhitzt ist, funktioniert die Durchblutung besser und unsere Abwehrzellen kommen schneller dorthin, wo sie gebraucht werden. Auch die Krankheitserreger können sich bei einer höheren Temperatur nicht so gut vermehren. Fieber sofort zu senken ist daher meist nicht sinnvoll.

Wer Fiebersenker voreilig einnimmt, dämpft wichtige Immunreaktionen – das kann dazu führen, dass es länger dauert, bis der Infekt auskuriert ist. Unter der Einnahme von fiebersenkenden Mitteln fühlt man sich außerdem häufig fitter, als man eigentlich ist, und gönnt seinem Körper nicht genug Ruhepausen. Die Folgeschäden eines verschleppten Infektes können gravierend sein und sogar zu einer Herzmuskelentzündung führen.

Ab wann man zum Arzt sollte

Solange die Körpertemperatur unter 40 Grad bleibt und sich der Betroffene ansonsten in einem guten Allgemeinzustand befindet, raten Mediziner dazu, das Fieber nicht medikamentös zu behandeln. Allerdings nur, wenn es nicht länger als drei Tage andauert. Bei chronisch kranken Menschen sieht dies anders aus, vor allem, wenn sie unter Organschäden leiden: Sie sollten ab einer Körpertemperatur von etwa 38,5 Grad fiebersenkende Maßnahmen ergreifen. Zu den am häufigsten verwendeten fiebersenkenden Wirkstoffen gehören Ibuprofen und Paracetamol. Sie wirken zusätzlich schmerzlindernd, was vor allem angenehm sein kann, wenn der Betroffene zusätzlich unter Kopf- oder Ohrenschmerzen leidet.

Fieber bei Kindern

„Auch bei Kindern ist Fieber meist einfach ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiviert wurde“, sagt Dr. Gebhard Buchal, Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin an der DRK-Kinderklinik Siegen. Wichtig sei es, die Ursache für die erhöhte Körpertemperatur festzustellen. „Zu den vorrangigen Maßnahmen gehört eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, um den fieberbedingten Flüssigkeitsverlust auszugleichen“, sagt der Experte. Auch auf eine ausreichende Energiezufuhr und die Einschränkung der körperlichen Aktivität sollten Eltern achten.

Kinder erkranken generell häufiger an viralen Infekten als Erwachsene, denn ihr Immunsystem ist noch untrainiert.

„Eine zusätzliche Fiebersenkung kann sinnvoll sein, wenn die erhöhte Körpertemperatur mit körperlichem Unwohlsein oder auch schwerwiegendem Krankheitsgefühl einhergeht oder es zu Störungen der Flüssigkeits- oder Nahrungsaufnahme kommt. Medikamente mit Acetylsalycilsäure (Aspirin, ASS) dürfen im Kindesalter aufgrund des Risikos einer tödlich verlaufenden Nebenwirkung nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen“ sagt Dr. Buchal. Paracetamol und Ibuprofen seien hier die bessere Wahl. Allen Eltern, die sich unsicher sind, rät er, einen Kinderarzt aufzusuchen. Bei Babys, die unter drei Monate alt sind, gelte dies in jedem Fall.

Alte Hausmittel können helfen

Es müssen nicht immer gleich Medikamente her, Hausmittel wie der gute (k)alte Wadenwickel können ebenfalls hilfreich sein. Sie sorgen für Verdunstungskälte auf der Haut, die den Körper beim Abkühlen unterstützt. Werden sie über 20 bis 30 Minuten angewendet, kann die Körpertemperatur um etwa ein Grad gesenkt werden. Ein heißer Tee mit Linden- oder Holunderblüten hat eine schweißtreibende Wirkung und kann eine Senkung des Fiebers ebenfalls begünstigen. Generell gilt: Wer Fieber hat, sollte sich schonen, warm halten und viel trinken. Bettruhe ist angesagt.

 

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